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(xan) Immer wieder erreichen uns geheimnisvolle Botschaften des notorischen
Grenzgängers Jörg Reim, der von seinen Erlebnissen beiderseits der Oder
berichtet. Heute möchten wir Ihnen einen Eindruck von diesen Aufzeichnungen
geben:
Am vergangenen Wochenende mußte der Starmusiker der Hafenkneipe
"Warszawianka" selbst die Einladung zu einer Hochzeit (nicht der eigenen)
Folge leisten, so daß er seinen "Dienst" am Sonnabend dort nicht antreten
konnte. Als Alternative führte der Chef des Lokals einen DVD-Abend durch,
geprägt durch aktuelle, laut abgespielte, englischsprachige Hits. Die
Begeisterung der zumeist jüngeren Anwesenden hielt sich in Grenzen.
Vertreter der sich sonst dort aufhaltenden älteren Semester hatten
offensichtlich schon vorher das Weite gesucht. Einem Stammkunden aus
Frankfurt war das zu dumm; denn wenn man schon mal in Polen ist, möchte man
auch einheimische Musikprodukte zu hören bekommen. Nach einer kurzen
Absprache mit dem Chef kam die Gruppe "Ich Troje" optisch und a´kustisch zur
Geltung. Schlagartig war die Tanzfläche gefüllt und Begeisterung machte sich
breit. Das ging solange gut, bis eine 15-jährige ehemalige, jetzt im Westen
lebende, Słubicerin sich gemeinsam mit ihrem Freund mehr als negativ über
diese Musik äußerte und der Chef als Kompromiss eine nicht ganz so extreme
englischsprachige DVD aufzulegen hatte. Resultat: Tanzfläche wie leer
gefegt, Stimmung gedrückt, Diskussionen darüber.
Mehr über die Warszawianka unter: slubice.de/texte/020621.html.
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