© Ragnar Knittel: Promenade

slubice.de & frankfurt.pl bemerkte:

Polnische Pilzsaison hat begonnen
Słubice vorne dabei


(xan) Ausreichend Sonnenschein, Regen und Wärme haben in diesem Sommer in fast allen polnischen Städten zu einem frühen Start der Pilzsaison geführt. Diese hat solche Triebe hervorgebracht, dass sich immer mehr Polen nach getaner Arbeit auf den Marktplatz ihrer Stadt bei einem kühlenden Bier an der Pilzpracht erfreuen. Was in manch galizischer Stadt einen moderaten Anschein macht, wirkt auf den Ringen der kleineren schlesischen Städte wie ein Zirkuszelt: schrill, bunt, vorübergehend. In Słubice hingegen, wo auch das Pilzfieber ausgebrochen ist, wirkt das Objekt der Begierde, welches man in der Zigarettenstraße betrachten kann, wie ein Giftpilz: grün wuchs es auf steinernem Grund von heute auf morgen aus dem Boden. Die Form ist überall im Land die gleiche: aufklappbarer Stiel und eine runde Kappe. Doch sollte es sich um eine Epidemie handeln? Ist es möglich, dass im ganzen Land gleichzeitig giftgrüne Pilze in Einkaufsstraßen und auf Marktplätzen aus dem Boden schießen? Warum schweigen die Architekten, wenn ihre Innenstädte zu Wäldern verkommen? Was geschieht, wenn die Saison vorüber geht? Warum sponsert eine Brauerei das Geschehen? Überzeugen sie sich selbst!

- Die Pilzbar steht mitten in der Zigarettenstraße und versperrt nicht nur den Blick nach Frankfurt, sie bietet auch eine Bar mit Lech-Pilsner

- geöffnet von früh bist spät bietet sie nicht nur dem Frankfurter Sozialhilfeempfänger eine Erfrischung zum moderaten Preis